Ein Webkatalog ist meist eine redaktionell bewertete, nach Themen sortierte Sammlung von Onlinequellen.
Die meisten Webkataloge gliedern sich in mehrere Rubriken oder Kategorien, unter denen Besucher einen Link auf die eigene Präsenz abgeben können. Sicher könnte man auch eine x-beliebige Verlinkung angeben, nur macht das keinen Sinn. Ziel ist es, durch eine Verlinkung auf den eigenen Auftritt, einen besseren Pagerank und mehr Besucher zu erreichen. Die Vorteile des Eintragenden liegen dabei auf der Hand. Die eingetragene Seite kann einen höheren Pagerank erreichen, und wird somit bei Suchergebnissen in Suchmaschinen höher angezeigt. Der Pagerank ist dabei als eine Optimierung der Link-Popularität zu sehen, die davon ausgeht, dass Die Anzahl der auf das Dokument verweisenden Verlinkungen eine Wertung der Qualität der Seite mit sich bringt. Viele Verlinkungen auf ein Dokument führen bei diesem Ansatz zu einer größeren Bedeutung und einer höheren Listung des Dokuments in den Suchergebnissen. Der Nachteil dieses Ansatzes liegt jedoch auf der Hand. Einer unwichtigen Seite kann leicht eine große Bedeutung zugewiesen werden, wenn man viele unwichtige Seiten erstellt und miteinander verlinkt. Hier greift die Optimierung, die Google mit seinem Pagerank eingeführt hat und die in ähnlicher Art und Weise auch bei anderen Suchmaschinen eingesetzt wird. Im Gegensatz zur Link-Popularität, mißt der Pagerank nicht mehr einzig der Anzahl der verweisenden Links Bedeutung zu, sondern bezieht auch die Bedeutung der verweisenden Seiten mit ein. Ein Dokument ist danach genau dann von Bedeutung, wenn andere Seiten darauf verweisen, die von Bedeutung sind. Als Resultat entsteht ein Pagerank für die Seite, der sich rekursiv aus allen verweisenden Seiten zusammensetzt. Nicht nur den unmittelbar auf das Dokument verweisenden. In der Konsequenz kann bereits eine Verlinkung von einer bedeutenden Seite auf ein Dokument zu einem hohen Pagerank führen. Gebremst wird die Weitergabe jedoch durch die Anzahl der ausgehenden Verlinkungen der verweisenden Seite. Denn deren Pagerank wird auf die verweisenden Dokumente aufgeteilt.
Die Ermittlung des Pageranks ist kaum in einem kurzen Artikel abzuhandeln und weit komplexer, als es hier kurz angerissen wurde. So wirken sich ausgehende Verlinkungen meist negativ auf den Pagerank aus, dem man durch die Konzentration der Verlinkungen auf einer Seite engegewirken kann. Auch ein Linktausch kann statt der erhofften Erhöhung zu einer Verminderung des Pageranks führen. Vieles spricht heute gegen den Pagerank. So geht es beim Linktausch meist nicht mehr um Inhalte, sondern nur um eine Verbesserung des Pageranks. In der Zukunft dürften Ansätze zum Zuge kommen, die direkt bei einer qualitativen Messung der Inhalte ansetzen. Aktuell kommt man beim Thema Suchmaschinenoptimierung am Thema Pagerank nicht vorbei und tut gut daran, sich bei geeigneten Webkatalogen einzutragen, wobei darauf zu achten ist, dass keine Backlinks gefordert werden. Für die weiteren Lektüre zum Thema Pagerank möchte ich hier auf Googles Algorithmus verweisen.
Der Pagerank ist von Bedeutung, jedoch bei weitem nicht der einzige Grund, warum es sich lohnt, sich bei seriösen Webkatalogen eintragen zu lassen. Webkataloge sorgen für mehr und vor allem inhaltsspezifische Besucher. Es wird durch die Suchmaschinen nicht mehr einzig die eingetragene Seite gefunden, sondern auch die Einträge in den Webkatalogen, die auf die Seite verweisen. Wichtig bei der Auswahl der Webkataloge ist, dass der Webkatalog Suchmaschinenoptimiert ist.
Auch sollte man darauf achten, dass der Anbieter des Webkatalogs kein Attribut "Rel=nofollow" einbaut, was dazu führen kann, dass der Verweis von Suchmaschinen komplett ignoriert wird. Was ebenfalls für die Berechnung des Pageranks gilt. Seit Anfang des Jahres 2006 soll Google jedoch so ausgezeichnete Verlinkungen wieder auswerten. Eine Behauptung, die noch zu überprüfen ist.
Kai Hagemeister

